Wir sind davon überzeugt, dass es wissenschaftlich fundierte und evaluierte Angebote braucht, um wirksam zu einer mental gestärkten jungen Generation beizutragen. Nur so können wir sicherstellen, dass wir den Bedürfnissen unserer Zielgruppe - den Schüler*innen und ihrem Stützsystem - gerecht werden und unsere Formate wirksam die mentale Gesundheit fördern.
89% der Schüler*innen geben an, dass das Thema mentale Gesundheit wichtig oder sehr wichtig ist.
76% der Schüler*innen fühlen sich nicht gut dabei unterstützt, sich um ihre mentale Gesundheit zu kümmern.
Die Wirkung unseres Angebots konnte bereits in unserer ersten Wirksamkeitsstudie nachgewiesen werden: Die emotionale Selbstwirksamkeitserwartung (ESE) der Schüler*innen verbesserte sich nach der Workshopteilnahme signifikant bei 72,5% der Teilnehmenden. Diese Steigerung bleibt über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen bestehen.
Derzeit validieren und erweitern wir diese Ergebnisse in einer umfangreichen Folgestudie mit über 700 Schüler*innen. Die Studie entsteht in Kooperation mit einem Promotionsprojekt an der Universität Marburg. Untersucht werden dabei sowohl die ESE als auch die mentale Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden des Workshops „Selfcare: Mentale Gesundheit und Selbstfürsorge“. An drei Messzeitpunkten – vor dem Workshop, direkt im Anschluss sowie sechs Monate später (Follow-up) – werden die Veränderungen bei den Workshopteilnehmenden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die nicht am Workshop teilgenommen hat.
Vorläufige Zwischenergebnisse deuten auf Veränderungen in der ESE und der mentalen Gesundheitskompetenz der Teilnehmenden hin. Die finalen Ergebnisse werden derzeit wissenschaftlich ausgewertet und zur Publikation vorbereitet – mehr können wir an dieser Stelle noch nicht verraten. Daher stay tuned!
Im Januar 2023 haben wir eine umfassende Bedarfsanalyse durchgeführt. Über 350 Schüler*innen, 144 Eltern und knapp 60 Personen des Schulpersonals wurden befragt. Das Ziel: Belastungsfaktoren für die mentale Gesundheit der Schüler*innen identifizieren sowie den Status-Quo aktueller Unterstützungsangebote erfassen.