Kopfsachen e.V. ist ein Verein zur Förderung der mentalen Gesundheit junger Menschen. Wir vermitteln in verschiedenen Bildungsformaten die Grundlagen der psychischen Gesundheitskompetenz.
Alle Menschen wachsen in mental gesundheitsfördernden Lebenswelten auf und werden Teil einer widerstandsfähigen Gesellschaft. Sie sind befähigt, offen und kompetent mit mentaler Gesundheit umzugehen. Dieser Vision kommen wir näher, indem wir die mentale Gesundheitskompetenz junger Menschen fördern.
24 Neuntklässler*innen, ein Klassenraum in Frankfurt, eine Netflix-Doku über Haftbefehl – und plötzlich reden Jugendliche offen über Depression, Sucht und Leistungsdruck. Was hier passiert ist, zeigt: Wenn Prävention an der Lebensrealität junger Menschen ansetzt, öffnen sich Gespräche.
Frankfurt geht erfolgreich an den Start Kopfsachen wächst weiter! Mit einem neuen Standort im Rhein-Main-Gebiet bauen wir unsere Arbeit nun auch rund um Frankfurt am Main aus. Schon in den ersten Wochen wurde deutlich, wie groß der Bedarf ist: Drei reguläre Workshops konnten bereits umgesetzt werden, weitere Termine sind fest geplant. Und mit dem ersten Babo Dialog in Frankfurt hat auch ein neues Format seinen Weg in die Region gefunden.
Pop-Kultur als Türöffner Am 18. Dezember 2025 haben wir an der Ludwig-Börne-Schule in Frankfurt am Main unseren ersten Babo Dialog durchgeführt. 24 Schüler*innen des 9. Jahrgangs waren dabei – und vom ersten Moment an wurde klar: Die Themen sind präsent. Und sie brauchen Raum. Ausgangspunkt war die Netflix-Dokumentation „Babo – Die Haftbefehl-Story". Viele Jugendliche kannten sie bereits, viele hatten starke Eindrücke, Gefühle und Fragen dazu – oft ohne Möglichkeit, diese einzuordnen oder darüber zu sprechen. Genau hier setzt der Babo Dialog an. In einem offenen, moderierten Rahmen ging es um Depression, Sucht, Stress und Resilienz – aber auch um soziale Ungleichheit, Leistungsdruck und die Frage, welche Rolle Vorbilder und Pop-Kultur im eigenen Leben spielen.
„Wir haben gemerkt, wie gut es den Jugendlichen tut, wenn sie merken: Meine Gedanken zählen hier", sagt Lukas Reuss, Projektleitung Training & Development bei Kopfsachen e.V.
Die Gespräche waren ehrlich, intensiv und persönlich. Viele Schüler*innen beschrieben, wie nah ihnen die Themen bereits sind – und wie wichtig es ist, Worte dafür zu finden und zu wissen, wo Unterstützung möglich ist. „Wir reden sonst nicht darüber in der Schule, dabei ist mentale Gesundheit das Wichtigste und ich finde, es sollte auch unterrichtet werden", sagte eine Schülerin nach dem Workshop.
Prävention, die nah an der Lebensrealität ist Frankfurt zeigt, wofür Kopfsachen steht: Prävention, die bei jungen Menschen ankommt. Pop-Kultur wird dabei nicht bewertet oder problematisiert, sondern als Gesprächsanlass genutzt – um Wissen zu vermitteln, Zusammenhänge sichtbar zu machen und Sprache zu finden. Mit 17 aktiven Workshopleitungen in der Region und acht weiteren fest geplanten Workshops erreichen wir bereits über 275 Schüler*innen. Und jedes Gespräch zeigt: Der Bedarf an zeitgemäßer Präventionsarbeit ist groß.
Hilf uns, noch mehr Jugendliche zu erreichen!
Wir freuen uns sehr über den gelungenen Start in Frankfurt und im Rhein-Main-Gebiet – und darauf, gemeinsam weiterzuwachsen.
📌 Schulen, die Interesse an Workshops zu mentaler Gesundheit haben, finden hier alle Infos.
Bei Fragen ist unsere Standortleitung Laura Krieglstein unter: 📧 frankfurt@kopfsachen.org erreichbar.
💛 Förderpartner, die den Aufbau und die Arbeit des neuen Standorts unterstützen möchten, erreichen uns unter: 📧 fundraising@kopfsachen.org
Frankfurt ist für uns ein weiterer wichtiger Schritt, um Jugendliche dort zu erreichen, wo sie sind – mit Formaten, die ihre Lebensrealität ernst nehmen und mentale Gesundheit zum Gesprächsthema machen.
Kopfsachen besteht aus einem jungen, interdisziplinären Team. Uns vereint die Leidenschaft für die Stärkung von jungen Menschen im Umgang mit psychischen Herausforderungen. In die Gestaltung unserer Workshops werden außerdem Schüler*innen aktiv mit eingebunden. Zudem wurde die Workshopentwicklung von unserer wissenschaftlichen Mentorin Prof. Dr. Julia Asbrand begleitet.